Neuigkeiten

Dezember 2025

Luchs

Im November und Dezember war die Luchsin Alva weiterhin mit ihren Jungtieren im Erzgebirge unterwegs. Auf den Kamerafallen werden die Jungtiere zunehmend in unterschiedlichen Bereichen erfasst und lernen so ihr zukünftiges Lebensumfeld besser kennen.

Auch der als Vater vermutete Luchskuder Chapo wurde häufiger gemeinsam mit Alva nachgewiesen. Er ist weiterhin großräumig aktiv und wird regelmäßig im Umfeld des Auswilderungsgebietes bei Eibenstock dokumentiert. Obwohl Luchsmännchen grundsätzlich als Einzelgänger gelten und üblicherweise nicht an der Aufzucht der Jungtiere beteiligt sind, gibt es vereinzelt Beobachtungen von Männchen, die sich in der Nähe ihrer Jungtiere aufhalten und möglicherweise eine Schutzfunktion übernehmen.

Inzwischen konnten auch die Geschlechter der beiden Jungtiere bestimmt werden. Es handelt sich um ein männliches und ein weibliches Jungtier. Die Nachweise erfolgte über Fotofallen im Rahmen des regulären Monitorings sowie des Relynx-Projekts, auf dessen Seite sich auch Informationen über die Jungtiere eingeholt werden können.

Wildkatze

Die Planung für das kombinierte Lockstock- und Fotofallenmonitoring mit dem BUND Sachsen und den Großschutzgebieten für das Frühjahr 2026 hat bereits im November stattgefunden. In 4 Untersuchungsgebieten Westsachsens wird der BUND mit seinen Ehrenamtlichen tätig. Auch in den Großschutzgebieten Mittel- und Westsachsens wird das Monitoring durchgeführt.

Wir bedanken uns für die Hilfe bei allen am Projekt Beteiligten im Jahr 2025 und wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026!

Oktober 2025

Luchs

Nachdem im September Luchsin Alva nach längerer Zeit wieder nachgewiesen werden konnte ist es gelungen im Oktober auch ihren Nachwuchs auf Kameras fest zu halten. Der erste sichere Nachweis einer Luchs-Reproduktion im Erzgebirge seit knapp 300 Jahren! Die erste Bilderserie stammt von Ende September, die zweite aus Mitte Oktober. Das Projektteam von „ReLynx“ hatte ebenfalls den Nachwuchs auf ihren Kameras nachweisen können (siehe hier: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1091842). Auch der vermeintliche Vater Chapo ist weiterhin im Gebiet um Eibenstock auf den Fotofallen nachgewiesen.

Luchsin Freya wurde von Wilkameras der Jäger im Raum nordwestlich von Eibenstock erfasst.

Wildkatze

Im Rahmen des BUND Projekts „Wildkatzenwälder von morgen“ konnten genetische Nachweise von im Frühjahr 2025 gesammelten Haarproben aus dem westlichen Vogtland und der Dübener Heide erbracht werden.

Bemerkenswert ist ein Fotofallen-Nachweis Mitte September im Colditzer Forst, welches der erste einer phänotypischen Wildkatze in diesem Gebiet ist. Ebenfalls im September gab es auch einen weiteren Fotofallen-Nachweis aus dem Werdauer Wald über unser Erfasser-Netzwerk – vielen Dank für diese Meldungen!

September 2025

Luchs

Schon im April 2025 (noch in der Paarungszeit) gelang es dem Hobby-Fotograf und Luchs-Erfasser Michael Thomä, die beiden Luchse Chapo und Alva vor die Kamera zu bekommen (siehe Foto- Vielen Dank Michael!).
Nach längerer Phase ohne Nachweis konnte sie im September auf der DBU-Fläche im Hartmannsdorfer Forst wieder nachgewiesen werden (siehe Foto- Danke Heiko!).
Auch der Kuder Chapo konnte bei unserer letzten Fotofallen-Kontrolle im September im Gebiet nachgewiesen werden.

Anfang dieses Monats wurden durch das ReLynx-Projekt zwei weitere Luchse im Erzgebirge ausgewildert. Das Weibchen Freya und das Männchen Charlie erkunden nun ihre neue Umgebung (ReLynx-Sachsen News). Bereits am ersten Abend konnte Freya von einer unserer Wildkameras in ihrer neuen Heimat erfasst werden (siehe Foto).

Wildkatze

Im Rahmen der BUND-Telemetriestudie im Leipziger Auwald konnte im August eine Masterarbeit zum Raumzeitverhalten der Wildkatzen erfolgreich verteidigt werden. Hier wurde vor allem die hohe Bedeutung des Feuchtwaldes für die Wildkatze in einem periurbanen Lebensraum herausgearbeitet.

Ebenfalls im August konnte mehrfach im mittleren Erzgebirge bei Marienberg durch die Wildkamera eines Jägers eine phänotypische Wildkatze nachgewiesen werden. Im September wiederum konnte im Werdauer Wald ein sehr schönes Bild aufgenommen werden – vielen Dank dafür!

August 2025

Nach Abschluss des Monitoringjahres 2024/2025 wurden alle Daten zu Luchs und Wildkatze für Sachsen zusammengetragen und der entsprechende Projektbericht erstellt – dieser kann hier eingesehen bzw. heruntergeladen werden.

Luchs

Nachdem im Frühjahr/Sommer 2024 durch das RELynx- Projekt die ersten fünf Luchse in West-Sachsen wiederangesiedelt wurden (www.luchs.sachsen.de) konnten im vergangenen Monitoringjahr über 100 sichere Luchs-Nachweise (C1) im Westerzgebirge / Vogtland erzielt werden. Dabei stammen knapp 30 Fotobelege von Wildkameras der Jäger – vielen Dank für die Zusendung! Luchsspuren konnten in sieben Fällen dokumentiert werden (C2). Zudem wurden aus dieser Region etwa 40 Zufalls-Hinweise (C3, zumeist Sichtbeobachtungen) gemeldet, die teilweise den telemetrierten Luchsen (GPS-Halsbandsender) zugeordnet werden konnten – auch dafür möchten wir uns bedanken!

Nach Ende des Monitoringjahres im Mai 25 waren zwar nur noch zwei Luchse (1♂, 1♀) sicher im Gebiet nachweisbar. Allerdings haben sich „Alva“ und „Chapo“ im Frühjahr getroffen, so dass Hoffnung auf Nachwuchs besteht, bisher konnte dies allerdings noch nicht bestätigt werden.

Unsere Kamerakontrollen im August waren wieder erfolgreich – wir konnten „Chapo“ in den Revieren Hundshübel und Torfhaus nachweisen. Letzteres sogar mit einer Weißlichtblitzkamera, damit ist seine Fellfleckung trotz der geringen Ausprägung gut zu erkennen (siehe Fotos).

Wildkatze

Für 2024 konnten erneut kleine Wildkatzenpopualtionen im Leipziger Auwald und im Werdauer Wald genetisch belegt werden (Lockstockmonitoring des BUND-Sachsen).

Im Jahr 2025 gab es erneut Hinweise über Fotofallen aus diesen beiden Gebieten (siehe Fotos), die Ergebnisse der im Frühjahr gesammelten Haarproben stehen noch aus. Auch aus anderen Regionen Sachsens, wie der Dahlener und Dübener Heide, dem Vogtland/Westerzgebirge und sogar aus der Königsbrücker Heide und dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft erreichten uns Fotofallenbilder, die eine Weiter- bzw. Einwanderung der Art in Richtung Westsachsen nahelegen.

Mai 2025

Die Weiterbildungsveranstaltungen im März stießen auf reges Interesse, wir konnten insgesamt mehr als 50 „Luchs-Wildkatzen-Erfasser“ begrüßen – vielen Dank an den Riedelhof für die Unterstützung bei der Organisation und an alle Teilnehmer für ihr Kommen!

Luchs

In den vergangenen beiden Monaten gelangen uns Erfolge beim Fotofallen-Monitoring: der zweijährige Kuder Chapo konnte im Forstbezirk Eibenstock mehrfach nachgewiesen werden. Er hatte ja bereits Ende März/Anfang April eine Exkursion in Alvas Nähe unternommen, damals noch mit Senderhalsband (siehe: https://www.luchs.sachsen.de/wanderungen-bei-den-saechsischen-luchsen-4207.html). Dabei ist er wiederholt und einmal fast zeitgleich mit Alva von unseren Schwarzlichtblitz-Cams fotografiert worden. Aber auch nach Senderabfall konnten wir ihn in der zweiten Aprilhälfte wiederholt im Forstbezirk Eibenstock nachweisen. Auf den Fotos erkennt man gut, dass er einen etwas lädierten Schwanz hat – das schwarze Ende ist nicht so schön voll behaart mit abgerundeter Spitze, sondern dünn und ausgefranst (siehe Foto). Damit hat er sozusagen eine natürliche Markierung und wir können ziemlich sicher sein, dass die aktuellen Fotofallennachweise ihm und nicht dem zweiten Kuder Juno zuzuordnen sind (ein Fellfleckenabgleich ist bei den beiden weniger deutlich gefleckten Männchen möglich, aber schwierig und hängt stark von der Qualität des Fotos ab).

Am 17.04.2025 ist es uns dann endlich gelungen mit einer der Weißlichtblitzkameras Alva zu „erwischen“ – siehe Foto. Solche Aufnahmen sind nötig, damit zukünftig eine sichere individuelle Zuordnung der Luchse gelingen kann und damit ein Überblick über die Population auch nach der Telemetriephase bestehen bleibt. Derzeit stecken wir hierbei allerdings noch im Methoden- und Techniktest.

Auch die Wildkameras der Jäger erbrachten wieder einige gute Nachweise – vielen Dank für die Meldungen!

© Lutz Göbler

Wildkatze

Im Revier Hundshübel lief Mitte März und Mitte April eine phänotypische Wildkatze durch die Kamera (siehe Fotos) – das freut uns besonders, denn bisher sind die Hinweise auf diese Art im Westerzgebirge ja noch sehr rar gesät. Solche Fotos liefern jedoch keinen sicheren Artnachweis, sondern nur einen unbestätigten Hinweis, da es eben auch wildfarbene Hauskatzen oder Hybriden geben kann.

Die Auswertungen des kombinierten Lockstock- und Fotofallen-Monitorings u.a. im Leipziger Auwald, in der Dübener Heide sowie im Vogtland (koordiniert durch den BUND Sachsen e.V.) finden derzeit statt – eingesammelte Haarproben gehen wieder für die genetische Analyse nach Gelnhausen, ins Labor für Naturschutzgenetik.

Februar 2025

Im März werden zwei Weiterbildungsveranstaltungen für unsere ehrenamtlichen Erfasser im Luchs-Wildkatzen-Monitoring stattfinden. Wir freuen uns besonders, dass wir als Gast-Referenten u.a. unsere Kollegen aus dem Harz mit langjähriger Monitoring-Erfahrung gewinnen konnten.

Luchs

Das Monitoringjahr (2024/25) neigt sich langsam dem Ende entgegen. Auch in den letzten drei Monaten konnten wir wieder Nach- und Hinweise dokumentieren – Alva wurde an einem versteckten Felsenstandort von einer unserer Cams geblitzt und auch durch die Wildkameras der Jäger konnte sie mehrfach in ihrem angestammten Gebiet nachgewiesen werden. Von Juno allerdings fehlt derzeit ein sicherer Nachweis. (weitere Infos zu den in Sachsen wiederangesiedelten Luchsen siehe: https://www.luchs.sachsen.de/).

Im Januar erschien in der Zeitschrift „Wild und Hund“ ein interessantes Interview zum Luchs-Monitoring im Westerzgebirge, in dem die Arbeit mit Schweißhunden im Vordergrund steht:

Wildkatze

Besonders gefreut hat uns der Zufallsnachweis einer phänotypischen Wildkatze in der Nähe von Schöneck/Vogtland durch eine unserer „Luchskameras“ im Dezember 2024.

Das diesjährige Lockstock- und Fotofallenmonitoring im Leipziger Auwald, in der Dübener Heide sowie im Vogtland ist gut angelaufen (Koordinierung BUND Sachsen). Auch in den Großschutzgebieten Gohrischheide und Königsbrücker Heide stehen inzwischen Lockstöcke & Fotofallen, diese werden durch die Mitarbeiter der Gebietsverwaltung betreut.

Dezember 2024

Luchs

Im laufenden Monitoringjahr konnten inzwischen über 30 C1-Nachweise v.a. in Form von Fotofallenbildern im Projektgebiet aufgenommen werden, darunter auch viele Fotos von Wildkameras, die uns Jäger geschickt haben (siehe Foto). Daneben konnten mehrere Spuren (C2-Hinweis) erfasst und dokumentiert werden (siehe Fotos) und auch Sichtbeobachtungen wurden gemeldet, wobei sich die freigelassenen Luchse nur selten blicken lassen. Zudem haben unsere Kollegen vom RELynx-Projekt gemeinsam mit den Revierleitern und ihren Hunden viele Risse der besenderten Luchse nachgesucht, dabei wurde hin und wieder auch Losung gefunden.

Im August hatte „Juno“ sein GPS-Senderhalsband vorzeitig verloren und auch im November gab es keine guten Neuigkeiten – am 08.11.2024 wurde Luchs „Anton“ auf der Kreisstraße zwischen Arnoldsgrün und Schilbach (Vogtland) von einem Lkw erfasst und später tot aufgefunden, hier die Pressemitteilung dazu: www.luchs.sachsen.de/anton-ist-tot-4159.html

Die anderen vier wiederangesiedelten Luchse sind wohlauf und haben inzwischen im Westerzgebirge ihre Streifgebiete etabliert, siehe: www.luchs.sachsen.de/was-machen-nova-alva-chapo-und-juno-4173.html

Derzeit kontrollieren wir in regelmäßigen Abständen unsere Kameras, evaluieren die besten Standorte und testen die Geräte mit Weißlichtblitz, die besonders geeignet sind für den Fellfleckenabgleich zur Individualerkennung (siehe Fotos).


Wildkatze

Auch im zweiten Halbjahr konnten einige Hin- oder Nachweise auf Wildkatzen aufgenommen werden, so gab es in der Region Leipzig und auch im Werdauer Wald sowohl Sichtbeobachtungen als auch Fotofallenbilder, im letzteren sogar einen Hinweis auf Reproduktion. Die im Frühjahr von den Lockstöcken abgesammelten Haarproben befinden sich derzeit im Labor für Naturschutzgenetik in Gelnhausen für die genetische Analyse – Ergebnisse liegen bisher noch nicht vor.

Nun steht auch der Plan für 2025: im kommenden Frühjahr wird durch den BUND Sachsen koordiniert ein gezieltes Lockstock- und Fotofallenmonitoring im Leipziger Auwald und im Vogtland (ggf. auch in der Dübener Heide) stattfinden. Weiterhin wird durch die NSG-Verwaltung in der Königsbrücker- und der Gohrischheide eine entsprechende Erfassung durchgeführt. Und zudem können auch durch unsere inzwischen recht zahlreichen Fotofallen im südsächsischen Raum ein- oder durchwandernde Wildkatzen erfasst werden.

Wir danken allen Erfassern für ihre Unterstützung und wünschen erholsame Feiertage und ein gutes Hinüberkommen ins Neue Jahr!

September 2024

Luchs:

Ende August wurde nun der fünfte Luchs in die sächsische Wildnis entlassen. „Anton“ ist ebenfalls eine Nachzucht aus menschenferner Gehegehaltung und stammt ursprünglich aus einem belgischen Zoo, der schön gezeichnete Kuder ist erst anderthalb Jahre alt. Fotos und weitere Informationen finden sich hier: https://www.luchs.sachsen.de/anton-erobert-als-fuenfter-luchs-das-erzgebirge-4152.html

Vom 18. bis 20. September fand das jährliche BfN-Monitoringtreffen zu Luchs und Wolf in Gelnhausen statt, hier wurden die Daten zum Vorkommen beider Arten aus ganz Deutschland zusammengetragen. In Sachsen konnten im abgeschlossenen Monitoringjahr (2023-34) insgesamt 45 Hinweise aufgenommen und bewertet werden – davon 7 sichere Nachweise (C1) und drei bestätigte Hinweise (C2) aus dem Wiederansiedlungsgebiet im Westerzgebirge/Vogtland.

Im laufenden Monitoringjahr werden v.a. durch das gezielte Fotofallenmonitoring immer wieder Nachweise der wiederangesiedelten Tiere erzielt.

Wildkatze:

Die kleinen Populationen der Wildkatze im Leipziger Auwald sowie im Werdauer Wald konnten auch in diesem Jahr wieder durch das Lockstock- und Fotofallenmonitoring des BUND Sachsen e.V. bestätigt werden.

Zudem ist das Vorkommen evtl. durchwandernder Einzeltiere z. B. im Wermsdorfer Wald, in der Dahlener Heide oder im Westerzgebirge/Vogtland über Zufallshinweise (Fotofallen) belegt, konnte aber aktuell noch nicht genetisch bestätigt werden. So ist beispielsweise im Juni 2024 eine phänotypische Wildkatze an einer unserer „Luchs-Fotofallen“ nahe Eibenstock vorbeigelaufen.

August 2024

Der aktuelle Projektbericht vom Juni 2024 zum sächsischen Luchs-Wildkatzen-Monitoring wurde veröffentlicht und kann unter ab sofort heruntergeladen werden.