Neuigkeiten

Februar 2025

Im März werden zwei Weiterbildungsveranstaltungen für unsere ehrenamtlichen Erfasser im Luchs-Wildkatzen-Monitoring stattfinden. Wir freuen uns besonders, dass wir als Gast-Referenten u.a. unsere Kollegen aus dem Harz mit langjähriger Monitoring-Erfahrung gewinnen konnten.

Luchs

Das Monitoringjahr (2024/25) neigt sich langsam dem Ende entgegen. Auch in den letzten drei Monaten konnten wir wieder Nach- und Hinweise dokumentieren – Alva wurde an einem versteckten Felsenstandort von einer unserer Cams geblitzt und auch durch die Wildkameras der Jäger konnte sie mehrfach in ihrem angestammten Gebiet nachgewiesen werden. Von Juno allerdings fehlt derzeit ein sicherer Nachweis. (weitere Infos zu den in Sachsen wiederangesiedelten Luchsen siehe: https://www.luchs.sachsen.de/).

Im Januar erschien in der Zeitschrift „Wild und Hund“ ein interessantes Interview zum Luchs-Monitoring im Westerzgebirge, in dem die Arbeit mit Schweißhunden im Vordergrund steht:

Wildkatze

Besonders gefreut hat uns der Zufallsnachweis einer phänotypischen Wildkatze in der Nähe von Schöneck/Vogtland durch eine unserer „Luchskameras“ im Dezember 2024.

Das diesjährige Lockstock- und Fotofallenmonitoring im Leipziger Auwald, in der Dübener Heide sowie im Vogtland ist gut angelaufen (Koordinierung BUND Sachsen). Auch in den Großschutzgebieten Gohrischheide und Königsbrücker Heide stehen inzwischen Lockstöcke & Fotofallen, diese werden durch die Mitarbeiter der Gebietsverwaltung betreut.

Dezember 2024

Luchs

Im laufenden Monitoringjahr konnten inzwischen über 30 C1-Nachweise v.a. in Form von Fotofallenbildern im Projektgebiet aufgenommen werden, darunter auch viele Fotos von Wildkameras, die uns Jäger geschickt haben (siehe Foto). Daneben konnten mehrere Spuren (C2-Hinweis) erfasst und dokumentiert werden (siehe Fotos) und auch Sichtbeobachtungen wurden gemeldet, wobei sich die freigelassenen Luchse nur selten blicken lassen. Zudem haben unsere Kollegen vom RELynx-Projekt gemeinsam mit den Revierleitern und ihren Hunden viele Risse der besenderten Luchse nachgesucht, dabei wurde hin und wieder auch Losung gefunden.

Im August hatte „Juno“ sein GPS-Senderhalsband vorzeitig verloren und auch im November gab es keine guten Neuigkeiten – am 08.11.2024 wurde Luchs „Anton“ auf der Kreisstraße zwischen Arnoldsgrün und Schilbach (Vogtland) von einem Lkw erfasst und später tot aufgefunden, hier die Pressemitteilung dazu: www.luchs.sachsen.de/anton-ist-tot-4159.html

Die anderen vier wiederangesiedelten Luchse sind wohlauf und haben inzwischen im Westerzgebirge ihre Streifgebiete etabliert, siehe: www.luchs.sachsen.de/was-machen-nova-alva-chapo-und-juno-4173.html

Derzeit kontrollieren wir in regelmäßigen Abständen unsere Kameras, evaluieren die besten Standorte und testen die Geräte mit Weißlichtblitz, die besonders geeignet sind für den Fellfleckenabgleich zur Individualerkennung (siehe Fotos).


Wildkatze

Auch im zweiten Halbjahr konnten einige Hin- oder Nachweise auf Wildkatzen aufgenommen werden, so gab es in der Region Leipzig und auch im Werdauer Wald sowohl Sichtbeobachtungen als auch Fotofallenbilder, im letzteren sogar einen Hinweis auf Reproduktion. Die im Frühjahr von den Lockstöcken abgesammelten Haarproben befinden sich derzeit im Labor für Naturschutzgenetik in Gelnhausen für die genetische Analyse – Ergebnisse liegen bisher noch nicht vor.

Nun steht auch der Plan für 2025: im kommenden Frühjahr wird durch den BUND Sachsen koordiniert ein gezieltes Lockstock- und Fotofallenmonitoring im Leipziger Auwald und im Vogtland (ggf. auch in der Dübener Heide) stattfinden. Weiterhin wird durch die NSG-Verwaltung in der Königsbrücker- und der Gohrischheide eine entsprechende Erfassung durchgeführt. Und zudem können auch durch unsere inzwischen recht zahlreichen Fotofallen im südsächsischen Raum ein- oder durchwandernde Wildkatzen erfasst werden.

Wir danken allen Erfassern für ihre Unterstützung und wünschen erholsame Feiertage und ein gutes Hinüberkommen ins Neue Jahr!

September 2024

Luchs:

Ende August wurde nun der fünfte Luchs in die sächsische Wildnis entlassen. „Anton“ ist ebenfalls eine Nachzucht aus menschenferner Gehegehaltung und stammt ursprünglich aus einem belgischen Zoo, der schön gezeichnete Kuder ist erst anderthalb Jahre alt. Fotos und weitere Informationen finden sich hier: https://www.luchs.sachsen.de/anton-erobert-als-fuenfter-luchs-das-erzgebirge-4152.html

Vom 18. bis 20. September fand das jährliche BfN-Monitoringtreffen zu Luchs und Wolf in Gelnhausen statt, hier wurden die Daten zum Vorkommen beider Arten aus ganz Deutschland zusammengetragen. In Sachsen konnten im abgeschlossenen Monitoringjahr (2023-34) insgesamt 45 Hinweise aufgenommen und bewertet werden – davon 7 sichere Nachweise (C1) und drei bestätigte Hinweise (C2) aus dem Wiederansiedlungsgebiet im Westerzgebirge/Vogtland.

Im laufenden Monitoringjahr werden v.a. durch das gezielte Fotofallenmonitoring immer wieder Nachweise der wiederangesiedelten Tiere erzielt.

Wildkatze:

Die kleinen Populationen der Wildkatze im Leipziger Auwald sowie im Werdauer Wald konnten auch in diesem Jahr wieder durch das Lockstock- und Fotofallenmonitoring des BUND Sachsen e.V. bestätigt werden.

Zudem ist das Vorkommen evtl. durchwandernder Einzeltiere z. B. im Wermsdorfer Wald, in der Dahlener Heide oder im Westerzgebirge/Vogtland über Zufallshinweise (Fotofallen) belegt, konnte aber aktuell noch nicht genetisch bestätigt werden. So ist beispielsweise im Juni 2024 eine phänotypische Wildkatze an einer unserer „Luchs-Fotofallen“ nahe Eibenstock vorbeigelaufen.

August 2024

Der aktuelle Projektbericht vom Juni 2024 zum sächsischen Luchs-Wildkatzen-Monitoring wurde veröffentlicht und kann unter ab sofort heruntergeladen werden.

Juli 2024

Am 10. Juli wurde „Chapo“, der „Kleine“ als vierter Luchs im Westerzgebirge freigelassen. Ursprünglich aus dem Tiergarten Nürnberg stammend, war er eigentlich für die Zucht in ein Gehege in den Oberharz gebracht worden. Nach mehreren Fluchtversuchen beschloss man allerdings den einjährigen Kuder in die sächsische Freiheit zu entlassen.

Weitere Informationen dazu unter https://www.luchs.sachsen.de/auswilderung-nummer-vier-chapo-ist-da-4144.html

Mai 2024

Luchs:

Fast zwei Monate nach den ersten Auswilderungen gibt es spannende Neuigkeiten von den drei Luchsen im Westerzgebirge: https://www.luchs.sachsen.de/luchse-auf-erkundungstour-im-westerzgebirge-4135.html

und hier noch eine kurzer Film zu den Freilassungen selbst: https://www.luchs.sachsen.de/veroeffentlichungen-3979.html

Auf dem Gebiet der drei Forstbezirke Adorf, Eibenstock und Neudorf sind inzwischen mehr als 30 Luchs-Fotofallen meist auf Wechseln in unzugänglichen Hangwäldern installiert. Und tatsächlich ist „Juno“ schon an einem dieser Standorte vorbeigekommen!

Zudem gelang es uns bzw. den Kollegen von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung bereits mehrfach, Fotofallen an Reh-Rissen der telemetrierten Luchse aufzustellen. Dies erfolgt nur, wenn eine direkte Störung der Tiere ausgeschlossen werden kann. Damit konnten ebenfalls sehr spannende Aufnahmen von inzwischen allen drei Tieren gemacht werden – das Foto zeigt Nova an einem ihrer Reh-Risse.

Wildkatze:

Die Lockstock-Monitoring-Saison bei den Wildkatzen ist abgeschlossen, auch in diesem Jahr wurden u.a. durch die freiwilligen Helfer des BUND wieder viele Haare eingesammelt, die in die Analyse gehen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse! An einigen Lockstöcken wurden erneut Fotofallen installiert – auch hier sind wieder viele schöne Fotos zu erwarten.

Vielen Dank an Alle, die das Luchs-Wildkatzen-Monitoring in Sachsen unterstützen!

März 2024

Am 18. März 2024 war es endlich so weit – wir konnten die ersten Luchse in die Freiheit entlassen!

Hier der link zur Pressemitteilung dazu: Umweltminister Günther: »Der Luchs kommt zurück und bereichert unsere Natur« (sachsen.de).

Wir haben in den letzen Wochen das Fotofallenmonitoring in der entsprechenden Region intensiviert (und sind auch weiterhin dabei) – besonderen Dank an alle beteiligten Erfasser! Und nun hoffen wir auf gute Fotos, die uns neben den Telemetriedaten Aufschluss über Streifgebiete und Verhalten der Tiere liefern.

Und hier gibt es einen kurzen Film zum RELynx-Projekt: https://www.youtube.com/watch?v=YEdRTVwFWo8

Am 28.03.2024 ist „Alva“ ein weiterer Wildfang (Weibchen) aus dem Schweizer Jura im Westerzgebirge freigelassen worden – hier die Pressemitteilung dazu, in der auch einige Infos zur bisherigen Raumnutzung der beiden anderen Tiere zu finden sind.

Medienservice Sachsen „Dritter Luchs in Sachsen ausgewildert“:  https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1074221

Januar 2024

Nun endlich gibt es einen neuen Flyer zum Luchs-Wildkatzen-Monitoring in Sachsen.

Luchs
Im laufenden Monitoringjahr konnten bisher lediglich nicht verifizierbare Sichtbeobachtungen (C3) aufgenommen werden. Es gibt also derzeit keine sicheren Belege für die Anwesenheit von Luchsen im Freistaat.

Doch der Countdown für die Wiederansiedlung läuft – bereits in diesem Frühjahr sollen in der Schweiz die ersten Luchse gefangen werden. Nach einer kurzen Quarantänezeit werden diese Wildfänge nach Sachsen umgesiedelt, siehe auch RELynx-Projekt.
Entsprechend dieser Entwicklung wird das opportunistische Monitoring in Sachsen weiter ausgebaut, wobei vor allem Jäger und Förster einbezogen werden.

Wer Interesse an der ehrenamtlichen Mitarbeit im sächsischen Luchs-Wildkatzen-Monitoring hat, kann sich gern unter Kontakt melden! Es wird auch in diesem Jahr wieder Weiterbildungsveranstaltungen für die „Erfasser“ geben.

Wildkatze
Erste Ergebnisse der genetischen Haaranalysen aus dem Frühjahr 2023 liegen nun vor (Labor für Naturschutzgenetik Gelnhausen) und bestätigen die Fotofallenhinweise aus dem Werdauer Wald.

Die neue Lockstocksaison steht vor der Tür – auch in diesem Jahr werden von Januar bis April durch den BUND Landesverband Sachsen in verschiedenen westsächsischen Untersuchungsgebieten (nördlicher Leipziger Auwald, Werdauer Wald, Vogtland sowie Wermsdorfer Wald) Lockstöcke und Fotofallen für das Monitoring ausgebracht.

Zudem wurde durch den BUND Sachsen das Projekt „Stadtwald-Wildkatze“ initiiert, hier soll ab Januar 2024 das Raumnutzungsverhalten von mindestens fünf Wildkatzen aus dem Leipziger Auwald mittels Telemetrie genauer untersucht werden. Die Finanzierung dieses Projektes läuft über die Regina-Bauer-Stiftung.

Oktober 2023

Nach einem reichlichen Jahr Vorbereitungsphase wurde nun endlich der offizielle Startschuss für das RELynx-Projekt und damit für die Wiederansiedlung von Luchsen im Freistaat Sachsen gegeben – die Genehmigung des Vorhabens durch die obere Jagdbehörde liegt vor!

Details dazu finden Sie in der Pressemitteilung des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie im Flyer zum Projekt.

Es wurde auf dem offiziellen Internetportal des Freistaates eine extra Webseite für das Projekt eingerichtet, auf der alle Infos zur geplanten Aussetzung zu finden sind. Die beiden Internetseiten zum Thema Luchs sind nun miteinander verlinkt.