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Verbreitung

 

Europa:
Ursprünglich war der Luchs in fast ganz Europa verbreitet, bis Anfang des 20. Jahrhunderts erlitt er allerdings große Arealverluste. So konnten lediglich in den italienischen Alpen, in den Karpaten, im Balkangebiet, sowie in Nordeuropa isolierte, häufig stark dezimierte Populationen überleben.
Nach der teilweise Unterschutzstellung in den 1950er Jahren erholten sich die Bestände langsam. Vor allem in West- und Mitteleuropa kam es seit 1970 zu zahlreichen Wiederansiedlungen, dennoch ist seine Verbreitung bis heute lückenhaft und besteht aus kleinen, isolierten Populationen.


Europa

Quelle: Copyright 2016 by LCIE (Large Carnivore Initiative for Europe)

 

 

Deutschland:

Das bedeutendste deutsche Luchsvorkommen ist in Ostbayern (grenzübergreifend zu Tschechien) zu finden. Dessen Ursprung ist die Wiederansiedlung im Bayerischen Wald und im Šumava-Nationalpark in den 1970er und 1980er Jahren.
Im Harz wurden zwischen 2000 und 2006 insgesamt 24 Gehegeluchse ausgewildert. Durch eine positive Entwicklung bzw. den Ausbreitungstrend dieser Population gibt es inzwischen auch gesicherte Luchsvorkommen in Hessen und Nordrhein-Westfalen.
Aus den Nordvogesen und der Schweiz wandern immer wieder Einzeltiere in den Pfälzerwald und in den Schwarzwald ein. Zudem soll ein Auswilderungsprojekt die Etablierung einer überlebensfähigen Population im Biosphärenreservat Pfälzerwald / Nordvogesen ermöglichen (http://www.luchs-projekt.org/luchs_projekt/).

 

Dtl

Quelle: Bundesamt für Naturschutz (BfN)

 

 

Sachsen:

Einzelne Nach- und Hinweise gibt es in Sachsen seit den 1960er Jahren.
Der Nachweisschwerpunkt in den 1990er Jahren lag in der Sächsische Schweiz und im Oberen Osterzgebirge, wobei die Einwanderung vermutlich aus Tschechien erfolgte (siehe Karte).

Die gesicherten Luchs-Nachweise der letzten Monitoringjahre liegen allerdings im Ost- bzw. Westerzgebirge (siehe Karte). Bei Johanngeorgenstadt im westlichen Erzgebirge hat sich seit 2013 ein einzelnes männliches Tier etabliert, das vermutlich ein grenzübergreifendes Territorium beläuft.

 

Quelle: Artdatenbank Sachsen, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

 

 

 

 

 

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