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Management

 

Management.

Wenn große Raubsäuger, wie Luchs, Wolf oder Bär - die als sogenannte „Top-Prädatoren“ am Ende der Nahrungskette stehen - in unserer Kulturlandschaft in unmittelbarer Nähe zum Menschen leben, entsteht unweigerlich Konfliktpotential.
Das Management einer Tierart ist nun darauf ausgerichtet, diese Konflikte zwischen der Nutzung der Natur durch den Menschen einerseits und dem Schutz des konkurrierenden Großraubsäugers andererseits zu minimieren bzw. ihnen bereits im Vorfeld zu begegnen.
Ein wichtiger Punkt in diesem Konfliktmanagement ist die Einbeziehung von Vertretern aller betroffenen Interessensgruppen.

 

Kompensationsleistungen:

Der Freistaat Sachsen hat eine klare gesetzliche Entschädigungsregelung für die bei Nutztierhaltern auftretenden Schäden durch Wolf, Luchs oder Bär auf Basis landeseigener Mittel (§ 40 Abs. 6 SächsNatSchG). Voraussetzung für die Zahlung entsprechender Mittel ist im Wolfsgebiet eine geeignete Grundsicherung der Herden – hierfür gibt es im Verbreitungsareal der sächsischen Wölfe klare Vorgaben (siehe www.wolfsregion-lausitz.de). Die Unterstützung für derartige Präventionsmaßnahmen ist seit Januar 2008 über die Richtlinie „Natürliches Erbe“ – RL NE/ 2007 des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft geregelt. Es werden unter anderem Investitionen zur Vermeidung von Schäden durch geschützte Arten gefördert. So können beispielsweise Schaf- und Ziegenhalter im Lausitzer Wolfsgebiet und Umgebung Anträge auf Förderung von Zaunmaterial und ähnlichem beim SMUL stellen.
Da bisher in Sachsen kaum Übergriffe von Luchsen auf Haustiere bekannt geworden sind, und durch die Kletterfähigkeit der Raubtiere ein Schutz schwierig wäre, gibt es keine entsprechenden Richtlinien zum Schutz der Haustiere vor Luchsübergriffen. Falls bei einem Nutztierriss alle Zeichen auf den Luchs als Verursacher hinweisen und ein entsprechendes Rissgutachten vorliegt, kann dennoch eine Entschädigung ausgezahlt werden. Diese Feststellung wird von beauftragten, amtlich bestellten Rissbegutachtern vorgenommen. Es gibt pro Landkreis ein bis zwei Behördenvertreter, die entsprechende Rissschulungen absolvierten. Im nachgewiesenen Schadensfall bewertet das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie die Schadenshöhe, der Schadensausgleich erfolgt über die Landesdirektion. Bitte melden sie sich im Schadensfall bei den Vertretern des entsprechenden Landkreises.

 

 

 

 

© A. Heiland (www.motivedernatur.de)

 

 

 

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