www.luchs-sachsen.de © 2017 

www.luchs-sachsen.de

 

Forschung

 

Eine Diplomarbeit zur Aktualisierung der Informationen über Gehegehaltungen von Eurasischen Luchsen in Sachsen, die in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz lief, konnte im Januar 2016 erfolgreich abgeschlossen werden. Herr J. Szameitke erstellte dabei zusätzlich eine Fotodokumentation der Fellzeichnung aller sächsischen Gehegeluchse. Damit wäre es nun möglich, im Freiland aufgenommene Luchsfotos eventuellen Gehegeflüchtlingen zuzuordnen.

 

Im Jahre 2009 erfolgte bereits eine Erfassung aller Gehegehaltungen von Eurasischen Luchsen im Freistaat Sachsen im Rahmen einer Bachelorarbeit (Kerstin Hocker). Hierbei wurden neben Standort und Anzahl der gehaltenen Luchse viele weitere Parameter erhoben und ausgewertet.

Literatur:
HOCKER, K., ZSCHILLE, J. & ROTH, M. (2012): Erfassung aller Gehegehaltungen von Eurasischen Luchsen im Freistaat Sachsen. In: Mitteilungen für sächsische Säugetierfreunde 2012, S. 13-20.

 

Von 2008 bis 2011 lief an der Professur für Forstzoologie der TU Dresden eine Masterarbeit (Marcel Thomae), in der das Vorkommen des Luchses im Vogtland genauer untersucht wurde. Diese Studie wurde durch die Oberste Jagdbehörde aus Mitteln der Jagdabgabe des Freistaates, sowie durch das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie gefördert.

  • Untersuchungsgebiet: Waldbereiche des oberen Vogtlandes südlich der B283
  • Zeitraum: Herbst 2008 bis Frühjahr 2011
  • Methodische Ansätze:
    • Lockstock-Monitoring (der Nachweis erfolgt über hängenbleibende Haare)
    • Fotofallen-Monitoring an Lockstöcken sowie an vermeintlichen Luchs-Rissen

Im Winter 08/09 konnten weder durch die Fotofallen, noch durch die Lockstöcke eindeutige Luchs-Hinweise erbracht werden. Am 23./24.10.09 wurden im südlichen Vogtland erneut 12 Fotofallen und 34 Lockstöcke für das aktive Luchs-Monitoring ausgebracht. Die Standorte wurden im Vergleich zum vorhergehenden Winter verändert, sowohl die Lockstöcke als auch die Fotofallen wurden an Wegen oder stark belaufenen Wildwechseln aufgestellt. Die regelmäßigen Kontrollen (aller 2-3 Wochen) der Lockstöcke und das Auslesen der Fotofallen führte wieder Herr Marcel Thomae im Rahmen seiner Masterarbeit (TU Dresden/ Forstzoologie) durch. Leider brachten die Fotofallen auch im zweiten Winter (09/10) keinen Erfolg - aber immerhin landete ein balzendes Auerhahnpräparat vor einer der Kameras - Danke für die Aufmunterung!
Im Winterhalbjahr 2010/2011 wurde das systematische Lockstock- und Fotofallenmonitoring erneut durchgeführt, diesmal kamen zwei weitere vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie finanzierte Fotofallen (HC 600 Reconyx) zum Einsatz. Leider brachte auch dieser Durchgang nicht das ersehnte Foto. Bis Ende 2011 wurden die an den Lockstöcken gesammelten Haare analysiert. Auch hier gab es keinen Nachweis auf einen Luchs.

Literatur:

Thomae, M., Zschille, J. & Roth, M. (2012): Fotofallen- und Lockstockmonitoring im Rahmen der Luchserfassung in Sachsen - Relevanz der Methode für den Nachweis anderer Arten. In: Mitteilungen für sächsische Säugetierfreunde 2012, S. 5-12.

 

In allen Vorkommensgebieten Sachsens ist geplant, frisch gerissene Wild- oder Haustiere mit Videotechnik oder Fotofallen zu überwachen, da die Raubkatzen häufig zum Fressen dorthin zurückkehren.

 

Melden Sie uns deshalb frische Risse mit Verdacht auf Luchs-Prädation schnellstmöglich und ohne etwas zu verändern!

 

 

Lockstock mit Fotofalle

© Jana Zschille

 

 

Test im Luchsgehege

© Jana Zschille